Fraport AG und Lima Airport Partners senden humanitäre Hilfe zu den Flutopfern nach Peru

J.Heppner Flughafen

Peru

Unerbittlicher Regen und dramatische Überschwemmungen verwüsten seit Wochen viele Gegenden in Peru. Das anhaltende Unwetter führt zur Obdachlosigkeit vieler Peruaner, die zudem auf lebenswichtige Güter angewiesen sind. Aufgrund der akuten Notlage, gibt es ein dringendes Bedürfnis nach sauberem Trinkwasser insbesondere in abgelegenen Regionen des Landes. Die Fraport AG und ihre peruanische Tochtergesellschaft Lima Airport Partners S.R.L. haben gemeinsam auf diese humanitäre Krise reagiert und senden 25 wasserfilternde Container nach Peru, die als PAUL (Portable Aqua Unit for Livesaving) bekannt sind.

Wasserrucksack für 30.000 Liter

Die PAUL-Container wurden letzte Nacht (29. März), dank der großzügigen Unterstützung von LATAM Cargo, von Frankfurt nach Peru geflogen. Jeder Wasserrucksack PAUL filtert bis zu 1.200 Liter verunreinigtes Wasser am Tag. Dies ist ausreichend, um 400 Menschen am Leben zu erhalten. Die 25 Container, die von der Fraport AG und Lima Airport Partners finanziert wurden, können somit täglich bis zu 30.000 Liter sauberes und sicheres Wasser für circa 10.000 betroffene Peruaner filtern.

Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, betonte die Wichtigkeit der PAUL für Peru-Initiative: „Wir sehen, dass es einen dringenden Bedarf an sauberen Wasser zum Trinken und für andere lebenswichtige Zwecke in Peru gibt. Dies betrifft insbesondere die entlegenen Regionen des Landes. Deswegen haben Fraport und Lima Airport Partners ihre Ressourcen vereint, um wasserfilternde Container nach Peru zu entsenden. Mit dieser Geste möchten wir den Flutopfern unsere Unterstützung anbieten und Solidarität mit den Peruanern zeigen. Unsere Gedanken und Gebete sind in diesen schweren Zeiten bei den Menschen in Peru.“

PeruIn Kassel entwickelt

Der Wasserrucksack PAUL ist ein tragbarer Membran-Wasserfilter zur humanitären Hilfeleistung. Dieses effektive System wurde an der hessischen Universität Kassel entwickelt und ermöglicht eine dezentrale Versorgung mit sauberem Wasser in Not- und Katastrophensituationen. Seit 2010 wird der Wasserrucksack erfolgreich in vielen Teilen der Welt eingesetzt, wo Katastrophen passierten. Derzeit helfen mehr als 2.300 PAUL-Systeme Hilfsbedürftigen in fast 70 Ländern.

Dieses leicht zu handhabende System reinigt kontaminiertes Wasser, indem es 99,99 Prozent der Bakterien und Erreger herausfiltert. Der durch die Bauhöhe gegebene Wasserdruck presst beim Hereingießen die schmutzige Flüssigkeit durch einen Membranfilter und reinigt so das Wasser. Das System funktioniert ohne Energiezufuhr, Chemikalien und jegliche andere externe Hilfe. Diese Selbsthilfetechnik erlaubt es den Betroffenen für ihr eigenes sauberes Trinkwasser zu sorgen.

Dr. Kambiz Ghawami von der nicht-staatlichen Organisation World University Services, die weltweit die Wasser-Container betreuen, brachte den ersten PAUL (www.waterbackpack.org) persönlich am 27. März zum Frankfurter Flughafen. Der erste der 25 Wasserrucksäcke wurde dann mit einer Fraport-Mitarbeiterin nach Lima geschickt. Die ausstehenden 24 Wasserrucksäcke werden am 30. März in Lima erwartet.