Startbahn der Träume: Fraport engagiert sich für qualifizierten Nachwuchs

J.Heppner Flughafen

Nachwuchs

Rund 21.000 Beschäftigte arbeiten beim Flughafenbetreiber Fraport, viele von ihnen kamen bereits als Auszubildende zum Flughafen Frankfurt. Der bestens qualifizierte Nachwuchs trägt mit dazu bei, dass allein im vergangenen Jahr rund 61 Millionen Passagiere dem größten Luftverkehrsdrehkreuz Deutschlands ihr Vertrauen schenkten. Ob Hauptschüler oder Abiturient, ob Studium oder Lehre – stets ist eines garantiert: Die Auszubildenden lernen an einem sehr besonderen und faszinierendem Arbeitsplatz.

„Eigentlich“, sagt Aruran Perinpanathan voller Begeisterung, „eigentlich könnte man hier wohnen. Es gibt Geschäfte, Apotheken, Bäckereien, eine Feuerwehr, ein Krankenhaus. Der Flughafen ist wie eine eigene Stadt.“ Und Perinpanathan ist ein Teil dieser Airport City, seit er im September 2016 seine Ausbildung zum Mechatroniker begann. Das erste Fazit nach der kurzen Zeit: „Ich will hier nicht mehr weg! Für einen Auszubildenden ist der Flughafen das Beste, was einem passieren kann“, erklärt der 26-Jährige, „hier stehen einem so viele Türen offen.“

Vielseitige Auswahl

Vor fast fünfzig Jahren richtete der Flughafenbetreiber die ersten Ausbildungsplätze ein, heute ist die Fraport AG einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region und bietet an Deutschlands bedeutendstem Luftverkehrsdrehkreuz jährlich mindestens 110 jungen Menschen eine Chance für den Berufseinstieg. Über dreißig Berufe oder duale Studiengänge – vom Anlagenmechaniker bis zum Luftverkehrskaufmann – stehen zur Wahl, hinzu kommen Sonderprogramme zur Qualifizierung junger Berufsanfänger.

NachwuchsKoch oder Bauzeichnerin

„Als ich 1983 am Flughafen Frankfurt angefangen habe, gab es gerade einmal vier Ausbildungsberufe“, erinnert sich Wolfgang Haas, der seit 2009 die gesamte Berufsbildung verantwortet und ergänzt: „Ich sage ausdrücklich Berufsbildung statt Ausbildung, denn die Berufsvorbereitung, die Fortbildung und Weiterqualifizierung sowie Umschulungsprojekte sind ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit.“

Die Vielfalt eines der weltweit größten Flughäfen spiegelt sich auch in den Ausbildungsberufen und Studiengängen wider. Neben „klassischen“ Sparten wie Industriemechaniker/in, Luftverkehrskaufmann/-frau oder Elektroniker/-in für Betriebstechnik finden sich in den aktuellen Ausbildungsjahrgängen unter anderem ein angehender Koch, mehrere Werkfeuerwehrmänner (und eine Frau) sowie eine Bauzeichnerin.

Notfallsanitäter in spe

Für Ole Raatz beginnt im Frühjahr 2017 das zweite Ausbildungsjahr. Die erste, längere Einarbeitungsphase bei der Flughafenfeuerwehr liegt hinter dem Notfallsanitäter in spe, aktuell wechseln sich Blockunterricht in der Schule mit Praxis-Einheiten bei den Notärzten in Frankfurt oder im Frankfurter Feuerwehr- und Rettungstrainingscenter ab. „Ich war schon als Kind vom Flughafen fasziniert“, erzählt Raatz, „aber ich wusste nicht, dass man dort auch die Ausbildung zum Notfallsanitäter machen kann.“

Als er bei seiner Recherche auf den entsprechenden Hinweis stieß, „hat mich das umso mehr gefreut!“ Nach dem ersten Jahr steht für ihn fest: Der Beruf ist richtig – und der Arbeitsplatz Flughafen erst recht. „Mir gefällt die multikulturelle Atmosphäre, das internationale Publikum und dass ich oft auf meine Englischkenntnisse angewiesen bin“, sagt der 23-Jährige, dessen Ausbildung noch zwei Jahre dauern wird.

Nachwuchs

Zweite Tech Night am Airport, technikaffine Schüler erhalten vor Ort Einblicke in Flughafen-Ausbildungsberufe

 Auslandseinsatz ist möglich

Europas viertgrößter Flughafen war auch Theresa Stemmlers erste Wahl. Sie zählt zu den über 1000 Abiturienten, die sich Jahr für Jahr für den noch recht jungen dualen Studiengang „Bachelor of Arts Luftverkehrsmanagement“ bewerben, der 2006 gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences und weiteren Partnern aus der Luftverkehrswirtschaft aus der Taufe gehoben wurde.

„Mir gefällt an meinem Studium, dass betriebswirtschaftliche Grundlagen mit praktischen Anwendungen verknüpft werden“, berichtet die 20-Jährige, „drei Monate gehe ich zur Uni, dann arbeite ich jeweils drei Monate in verschiedenen Fraport-Abteilungen und betreue dort unter anderem ein eigenes Projekt.“ Ein nicht unerheblicher Anreiz war zudem der Auslandseinsatz: Jeder angehende Luftverkehrsmanager absolviert drei Monate an einem der Flughäfen, die von Fraport betrieben werden – zum Beispiel in Lima (Peru), Xi‘an (China) oder St. Petersburg (Russland).

Ein Klick genügte

So unterschiedlich diese drei Mitbürger der Airport City auch sind – alle haben gemeinsam, dass am Anfang ein digitaler Klick genügte, um an die Tür zu klopfen. Sie schickten ihre Bewerbungsunterlagen online via Jobbörse auf www.karriere.fraport.de und absolvierten im nächsten Schritt zwei Tests, die neben Deutsch- und Mathekenntnissen unter anderem auch räumliches und logisches Denken prüften. War diese Hürde genommen, folgte die Einladung zum Bewerbungsgespräch, teilweise mit einer ergänzenden Gruppenübung.

„Ja, wir haben hohe Standards“,

sagt Haas, „aber wir wissen auch, dass Noten nicht alles sind. Wir tragen eine soziale Verantwortung, deshalb haben wir zusätzliche Programme wie Jugend Mobil und Startklar eingeführt, um den Jugendlichen zu helfen, die Probleme mit dem Berufseinstieg haben.“

Nachwuchs

Ausbildungswerkstatt

Unkonventionelle Ideen

Der ungebrochene Trend zum Studium sowie die rückläufigen Bewerbungszahlen für die technischen Ausbildungsberufe bezeichnet Haas zusätzlich als „eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Wir durchlaufen einen Wechsel vom Anbieter- zum Nachfragemarkt.“ Mit innovativen, unkonventionellen Ideen versuchen er und sein Team, diesem Trend entgegenzusteuern. Schülerinnen und Schüler dürfen bei der „TechNight at Fraport“ oder der Ausbildungsmesse, die in diesem Jahr unter dem Motto „airport@night“ stand, einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Die Veranstaltungen sollen nicht nur das Interesse für die verschiedenen Berufssparten wecken, sondern auch über die attraktiven Zusatzangebote für Berufsanfänger bei Fraport informieren. „Fast alle Auszubildenden nehmen an einem Kommunikations-Seminar, einem Gesundheitstag oder einem erlebnispädagogischen Teamtraining teil“, berichtet Haas.

„Man kann jederzeit Fragen stellen“

Außerdem gibt es für den Großteil der Berufsanfänger eine Weiterbeschäftigungsgarantie für das erste Jahr nach dem Ende der Ausbildung. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich zudem ehrenamtlich in der Betreuung der jungen Kolleginnen und Kollegen. Eine Wertschätzung, die auch Raatz spürt: „Es gibt immer mehrere Ansprechpartner, man kann jederzeit Fragen stellen, sich an jemanden wenden.“

Unbezahlbare Erfahrungen

Und dann sind da noch die unbezahlbaren Erfahrungen. Wenn Ole Raatz zum Beispiel wenige Meter entfernt von Thomas Müller, Mesut Özil und Manuel Neuer steht, als die Fußball-Nationalmannschaft im Sommer 2016 zur Europameisterschaft nach Frankreich abfliegt. Oder wenn Therese Stemmler mit einer Kommilitonin die Ergebnisse einer umfangreichen Teamworkshop-Reihe zur Umsetzung des neuen Leitbildes im Konzern auswertet und anschließend dem Vorstand persönlich präsentieren darf.

Oder wenn Aruran Perinpanathan während der Pausen die Privat- und Firmenjets im Blick hat, die vor dem General Aviation Terminal parken, und sich den aufregenden Alltag ihrer Besitzer ausmalt. Dann wird die Airport City für sie zu einem Ort, der mehr ist als ein Ausbildungsplatz. Dann wird der Flughafen zur Startbahn für die eigenen (Karriere-)Träume.

Weitere Termine in diesem Jahr: nach den Sommerferien: „Tech Night“ bei Fraport

http://www.fraport.de/de/karriere.html